Supervision

Supervision ist die systematisch angelegte tätigkeitsbegleitende Reflexion der Arbeit in ihren verschiedenen Feldern mit dem Ziel der Erweiterung der persönlichen Handlungskompetenz. Supervision im engeren Sinne dient der Unterstützung von Menschen, die aufgrund ihrer Tätigkeit schwierigen Kommunikations- und Beziehungssituationen ausgesetzt sind.

Supervision kann genutzt werden um:

Die berufliche Praxis wird dabei durch die bewusste Aufnahme von Störungen auf der Beziehungsebene bearbeitet und thematisiert. Supervision findet meistens in der Gruppe statt, die auch vor Ort zusammenarbeitet, kann allerdings auch bei einem Einzelnen durchgeführt werden. Grundsätzlich geht es immer um die Bearbeitung von Störungen, Befürchtungen und Belastungen mit dem Ziel Konfliktlösungsstrategien zu erarbeiten..

Das personzentrierte Supervisionsmodell, auf das ich mich berufe, stützt sich auf die Erkenntnisse des amerikanischen Psychologen Carl Rogers, eines der Wegbereiter der Humanistischen Psychologie:

Für dessen Arbeit sind drei Grundannahmen wichtig, die in hohem Maße dem biblischen Menschenbild entsprechen und sich von daher für die Supervision in einer diakonischen Einrichtung anbieten:

Akzeptanz des anderen Menschen ist der zentrale Begriff des person- oder klientenzentrierten Ansatzes. Damit ist das vollständige und bedingungsfreie Akzeptieren des Gesprächspartners von Seiten der Supervisorin/Beraterin/Therapeutin gemeint. Der wertgeschätzte Mensch wird auf diese Weise in die Lage versetzt, Vertrauen zu fassen, sich selbst zu erfahren und für sich Lösungen und gangbare Wege zu entwickeln.

Empathie kennzeichnet den Umgang der Supervisorin mit ihrem Klientel und drückt das sensible und einfühlende Verstehen des Gesprächspartners aus. Die Supervisorin nimmt alles auf, was der/die KlientIn bewusst erlebt, gleichzeitig soll sie aber auch die dem Gegenüber unbekannten Aspekte einfühlend erkennen und diese bewusst machen.

Kongruenz bezeichnet die innere Echtheit der Supervisorin. Sie steht auch ihren eigenen Gefühlen nicht permanent rationalisierend und neutralisierend gegenüber, sondern muss sich ihrer eigenen Empfindungen bewusst werden und diese auch in die Beziehung zum Gegenüber vermittelnd einbringen. So wird die Supervisorin transparent und es entsteht eine personale Beziehung zum Klientel. Auf dieser Basis kann das Gegenüber, (Einzelne oder auch die Gruppe) Vertrauen fassen und sich persönlich entwickeln.

Zusammengefaßt wird diese Methodik im Begriff der Personzentrierten Interaktion, auch Klientenzentrierte - oder Themenzentrierte Interaktion, oder Nicht-direktive Beratung genannt.

Es lassen sich zwei grundsätzliche Effekte von personzentrierter Supervision unterscheiden.